Spezial-Praxis für Makuladegeneration

Heilpraktiker

Staatlich geprüfter Augenoptiker
und Augenoptikermeister
Praxis Hancke gegen Makuladegeneration

"

Makuladegeneration beginnt im Gehirn.
Unsere Therapie auch."

"
Das Gehirn ist die oberste Steuerzentrale für die Funktionen des Körpers, und sorgt so für dessen Gesundheit.
Das gilt auch für die Augen und für die Makula. Deswegen reicht es nicht aus, nur die Makula zu therapieren, wenn man Makuladegeneration erfolgreich behandeln will. Sondern man muss in erster Linie das Gehirn dazu bringen, die notwendige Steuerung der Stoffwechsel-, Durchblutungs- und Nervenfunktionen in der Makula wieder richtig vorzunehmen. Möglichst so gut, wie es das Gehirn vor der Erkrankung auch immer getan hat."
Jürgen Hancke
Makula-Therapie nach Hancke Webseite auf Deutsch Makula-Therapie nach Hancke Website in English

Die Makula-Therapie nach Hancke ©


Seit 16 Jahren Therapie gegen Makuladegeneration

1. Makula-Therapie nach Hancke

Es begann mit einer Entdeckung, die Herr Hancke vor vielen Jahren machte.

Lesen Sie über seine Entdeckung in der Praxis-Broschüre

Bereits über 7.000 Patienten mit Makuladegeneration
aus über 30 Ländern der Welt

2. Bereits über 7.000 Patienten

Zahl der von Makuladegeneration Betroffene, die inzwischen unsere Hilfe in Anspruch genommen haben.

Spezialisten-Team für Makuladegeneration

3. Spezialisten-Team für Makuladegeneration

Das Team besteht aus Spezialisten der Bereiche: Heilpraktiker, Staatlich geprüfter
Augenoptiker und Augenoptikermeister.

Bei trockener und feuchter Makuladegeneration

4. Bei trockener und feuchter Makuladegeneration

Aufgrund des Therapieansatzes über das "Visuelle System" kann unsere Therapie
bei beiden Formen der Makuladegeneration eingesetzt werden.

Risiken und Nebenwirkungen sind uns nicht bekannt

5. Risiken und Nebenwirkungen sind uns nicht bekannt

Zu den üblichen Risiken und Nebenwirkungen von Akupunktur siehe unsere
Broschüre.

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Therapieverfahren

6. Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Therapieverfahren

Die Makula-Therapie nach Hancke ist unserer Erfahrung nach grundsätzlich mit
anderen schulmedizinischen Therapieverfahren kombinierbar.

Wir helfen Ihnen bei Anreise, Hotel, etc.

7. Wir helfen Ihnen bei Anreise, Hotel, etc.

Wenn Sie Hilfe bei der Planung Ihres Aufenthaltes bei uns wünschen, wenden
Sie sich bitte vertrauensvoll an Frau Suchy unter Tel. 02 21 - 920 78 20.

Was sollte man bei Makuladegeneration tun, und was besser nicht!

8. Was sollte man bei Makuladegeneration tun, und was besser nicht!

Unsere Erfahrungen mit mehreren tausend Patienten und deren Krankheitsverläufen
zeigt, das richtige Verhalten kann bei Makuladegeneration helfen, das falsche
Verhalten kann schaden. Warum und wie lesen Sie bitte in unserer kostenlos be­stell­ba­ren Therapie-Broschüre.

Die Neue Therapie-Broschüre


Broschüre Makula-Therapie nach Hancke
32 Seiten
Lesen Sie:
  • Wie die Makula-Therapie n. Hancke funktioniert
  • Wie sie auch Ihnen helfen kann
  • Alles über die Praxis und Herrn Hancke
  • Was sie selbst für sich tun können
  • Und vieles mehr...

Der 1. Schritt (Voruntersuchung)

Der erste Schritt ist eine Voruntersuchung in unserer Praxis. Das Ziel der Voruntersuchung ist die Feststellung, ob die Makula-Therapie nach Hancke bei Ihnen mit Aussicht auf Erfolg durchgeführt werden kann.

Termine unter Telefon: 02 21 - 920 78 20 Köln

Weitere Einzelheiten

 


Die TOP Makuladegeneration-Themen

Makuladegeneration Aufzählung 1
Informieren Sie sich intensiv in kürzester Zeit
Makuladegeneration Aufzählung 2
Mehr als nur die üblichen Standard-Antworten

Ob Sie selbst von Makuladegeneration betroffen sind oder jemanden mit dieser Erkrankung kennen und helfen möchten, hier finden Sie die Antworten, die der Betroffene unbedingt kennen sollte.

Damit Sie nicht selber so zeitaufwändig recherchieren und aus dem Fachchinesischen "übersetzen" müssen, liefern wie Ihnen hier bereits alles. Wir haben diese Informationen so zusammengestellt, dass Sie in kürzester Zeit einen enormen Überblick erhalten. Und sie so formuliert, dass sie auch für einen Laien verständlich sind. Wo es jedoch darauf ankommt, Zitate zu liefern, tun wir das natürlich auch.

Und wir haben zu jedem Thema nicht nur die gängige Meinung der Fachwelt recherchiert, so wie sie normalerweise in Gesundheitsportalen zu finden ist, sondern, wir gehen hier einen Schritt weiter und liefern Ihnen auch diejenigen Informationen, die weniger bekannt, aber womöglich genauso richtig und wichtig sind.

Hier ein Beispiel:
Beim Thema "Welche Ursachen hat eine Makuladegeneration?" berichten wir nicht nur von den geläufigen Risikofaktoren wie Sonnenlicht und Rauchen und von Funktionseinbußen in der Pigmentepithelschicht als Ursache für die Entwicklung einer Makuladegeneration (denn letztere sind womöglich gar nicht die Ursache, sondern bereits Teil einer Makuladegeneration).

Sondern wir berichten auch darüber, welche anderen Ursache-Möglichkeiten es gibt und diskutiert werden. Lesen Sie bei uns, welche Einflüsse die genetische Disposition und Vorerkrankungen haben können, über Operationen und Verletzungen, über oxidativen Stress, Ernährung, und demnächst über das "große Thema" STRESS als mögliche Hauptursache für Makuladegeneration.

Wir erweitern und aktualisieren die TOP Fragen und deren Antworten regelmäßig.

Unser Ziel:
Die Makuladegeneration-Betroffenen sollen sich hier so schnell wie möglich, umfassend und intensiv informieren können.
Makuladegeneration Informationen

Wie ist die Definition von Makuladegeneration?

Die Makuladegeneration wird oft auch als Altersbedingte Makuladegeneration bezeichnet. Von diesem Begriff leitet sich die gebräuchliche Abkürzung AMD ab.

Auch jüngere Menschen können unter einer degenerativen Makuladegeneration leiden, das heißt, unter einer fortschreitenden funktionellen und gewebsmäßigen Beeinträchtigung der Makula. So ist beispielsweise die Juvenile (jugendliche) Makuladegeneration eine Form der Makuladegeneration, die meist im jungen Erwachsenenalter auftritt und gar nicht so selten vorkommt.

Es handelt sich bei der AMD um eine degenerative Erkrankung der Macula lutea (Gelber Fleck), die sich im Zentrum der Netzhaut befindet und im Gegensatz zu allen anderen Bereichen der Netzhaut, die mit Abstand höchste Sehschärfe liefert.

Um zu verstehen, was eine Degeneration der Makula für das Sehen bedeutet, ist ein Blick auf den Aufbau des Auges sehr aufschlussreich.

Alles, was ein Mensch sieht, tritt zunächst als Lichtreiz in die Augen ein. Dabei durchquert der Lichtreiz Hornhaut, Linse und Glaskörper, bevor er auf die Netzhaut trifft. Die Netzhaut, auch Retina genannt, ist eine Schicht aus besonderen Nervenzellen an der hinteren Innenseite des Auges.

Die Netzhaut ist dafür zuständig, die ankommenden Lichtreize in Nervenimpulse umzuwandeln. Diese Nervenimpulse werden an das Gehirn weitergeleitet, damit dieses daraus ein Bild produziert, bzw. eine Wahrnehmung verursachen kann.

Im Zentrum der Netzhaut liegt die Macula lutea, die üblicherweise im Deutschen einfach als Makula bezeichnet wird. Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens. Im Vergleich zu den übrigen Netzhautstellen liegt hier die höchste Auflösung und damit auch die höchste Sehschärfe vor, wie man sie beispielsweise beim Lesen unbedingt braucht. Normalerweise wird das Objekt, welches man anblickt bzw. fixiert, direkt in die Makula abgebildet.

Kommt es nun zu einer dauerhaften Funktionsminderung und zu einer degenerativen und strukturellen Veränderung der Makula, spricht man von Makuladegeneration.

Es sind zwei Formen der Makuladegeneration bekannt. Man unterscheidet zwischen der trockenen Form, die in 85 % der Fälle vorliegt und der feuchten Form, an der 15 % Prozent der Patienten erkrankt sind. Während die trockene Form der Makuladegeneration in der Regel zu einer allmählichen Verschlechterung des Sehvermögens führt, verläuft die feuchte Makuladegeneration meist weitaus dramatischer und mündet meistens in einem totalen Verlust der Sehfunktionen in der Makula.

Die wichtigsten Zahlen, Fakten zu Makuladegeneration?

Makuladegeneration (AMD) gilt in den westlichen Industrieländern als die häufigste Ursache für stark beeinträchtigende Sehstörungen bzw. für Erblindung des Netzhautzentrums.

Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) sagt anhand seiner statistischen Datenbank, dass die Makuladegeneration in Deutschland mit 50 % die häufigste Ursache für eine schwere Sehbehinderung sei. Jährlich würden durch AMD etwa 5.000 Menschen in Deutschland erblinden.

Statistiken bezüglich des Erkrankungsalters zeigen sehr unterschiedliche Zahlen, doch unter Fachleuten scheint allgemein zu gelten, dass die Erkrankung meist nach dem 55. Lebensjahr auftritt.

Unter dem 65.Lebensjahr läge das Risiko zu erkranken bei etwa 5 %. Andere Quellen, die sich auf US-Studien stützen, sprechen davon, dass die Wahrscheinlichkeit an Makuladegeneration zu erkranken, bereits ab dem 40. Lebensjahr ansteige.

Weiter heißt es, dass 6,5 % der Gesamtbevölkerung der Industrienationen betroffen seien. Das Risiko, an Makuladegeneration zu erkranken soll grundsätzlich mit jedem Lebensjahr weiter zu steigen.

Man findet beispielsweise die Information, dass ab dem 65. Lebensjahr etwa 18 % betroffen seien. Bei den über 80-jährigen sollen es bereits 30 % sein.

Die Statistische Datenbank des BVA zeigt ähnliche Daten: So seien 20 % in der Gruppe der 65- bis 74-jährigen von Frühformen der Makuladegeneration betroffen. Bei den 75- bis 84-jährigen liege die Zahl schon bei 35 %.

Unter fortgeschrittener Makuladegeneration litten etwa 1 % der 65- bis 74-jährigen. Bei den 75- bis 84-jährigen steige die Zahl der Patienten im Endstadium bereits auf 5 % an.

Trotz der Häufigkeit der Erkrankung Makuladegeneration, ergab eine umfangreiche Befragung in Deutschland, dass 73 % der Risikogruppe ab 55 Jahren, das Krankheitsbild Makuladegeneration nicht kennen.

Weitere Erhebungen sagen, in Europa leiden insgesamt schätzungsweise 7 Millionen Menschen an Makuladegeneration, davon seien 3,5 Millionen Menschen in Deutschland betroffen.

Laut der UN gibt es weltweit 20-25 Millionen an Makuladegeneration Erkrankte. Durch die geänderte Altersstruktur unserer Gesellschaft, hat der Anteil der Menschen, die von der Makuladegeneration betroffen sind deutlich zugenommen und wird weiter ansteigen. Fachleute gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankungen in den nächsten 30 Jahren auf etwa 70 Millionen weltweit wachsen werde.

Aktuell wird die Zahl der Neuerkrankungen an Makuladegeneration in Deutschland auf 50.000 geschätzt.

Neben der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD), von der hauptsächlich ältere Personen betroffen sind, gibt es auch die Juvenile (jugendliche) Makuladegeneration, bei der das Erkrankungsalter wesentlich niedriger ist. Juvenile Makuladegeneration umfasst dabei als Oberbegriff verschiedene Erkrankungen, die die Makula schädigen. Eine Ausfallerscheinung der Sehzellen der Makula ist das gemeinsame Merkmal der Erkrankung. Die größte Gruppe innerhalb der Juvenilen Makulaerkrankungen stellt Morbus Stargardt mit etwa 8.000 Betroffenen in Deutschland dar. Das durchschnittliche Erkrankungsalter für Morbus Stargardt liegt etwa um das 20. Lebensjahr. Die deutlich seltener vorkommende Form Morbus Best wird zumeist bereits im Kindesalter diagnostiziert.

Welche Ursachen hat eine Makuladegeneration?

Die Ursachen, bzw. Auslöser einer Makuladegeneration sind in Fachkreisen nicht eindeutig geklärt. Es existieren mehrere unterschiedliche Auffassungen, bzw. Ansätze.

Querschnitt der Makula mit eine OCT
Darstellung der Makula im Querschnitt mit einem OCT

Es gibt nicht die eine allgemein anerkannte Ursache von Makuladegeneration. So, wie es beim Menschen grundsätzlich nicht nur eine einzige Ursache-Möglichkeit von Erkrankungen geben kann. Das Auge befindet sich innerhalb des Visuellen Systems, welches ein offenes System ist. Das heißt, es unterliegt verschiedensten äußeren und selbstverständlich auch inneren Einflüssen, wie beispielsweise dem Sonnenlicht, dem Stoffwechsel, der Genetik, der Ernährung, den individuellen Belastungen, aber auch psychischen Einflüssen, sowie einigen anderen Einflüssen, die alleine oder zusammen wirkend als Ursachen von Makuladegeneration in Frage kommen.

Alle diese Einflüsse haben alleine oder in Kombination das Potential die Ursache für die Entstehung einer Makuladegeneration zu sein.

Dennoch findet man in der Fachliteratur, und auch im Internet, meistens die Information, dass eine Funktionsminderung des sogenannten Pigmentepithels die Ursache von Makuladegeneration sei. Das Pigmentepithel ist eine dünne Schicht innerhalb der Netzhaut, deren Aufgabe es ist, Stoffwechsel-Endprodukte der Netzhaut zu entsorgen. Wenn diese Aufgabe nicht mehr hinreichend gut erfüllt werden kann, soll es dadurch zu Makuladegeneration kommen können. Regelmäßig findet man derartige Erklärungen unter der Überschrift "Ursachen von Makuladegeneration".

Auf die Frage jedoch, wie es im Vorfeld der Entstehung von Makuladegeneration überhaupt zu einer Funktionsminderung des Pigmentepithels kommen konnte, fanden wir keine Antwort. Hierbei könnte es sich um eine tiefere Ursache von Makuladegeneration handeln. Womöglich sogar um die eigentliche Ursache.

Verschiedenste Ursachen können die Gesundheit der Makula beeinträchtigen
Verschiedenste Ursachen können die Gesundheit der Makula beeinträchtigen

Trotz dieser offenen Frage berichten wir hier ausführlich über die verschiedensten als "Ursache" oder "Risikofaktoren" bezeichneten Argumente für die Entstehung einer Makuladegeneration. Die Kenntnisse darüber sind sicherlich interessant, wenn man ein möglichst komplettes Bild darüber erlangen will, was Makuladegeneration verursachen könnte, bzw. welche Auffassungen es darüber gibt. Und diese können Hinweise darauf geben, was bei der Behandlung von Makuladegeneration von Vorteil sein könnte.

Lesen Sie, was alles als Ursache einer Makuladegeneration in Betracht kommt, bzw. eine Erkrankung an Makuladegeneration begünstigen kann.

Ursache 1 für Makuladegeneration

Individuelle Faktoren, wie beispielsweise eine genetische Disposition werden von der Fachwelt häufig als Ursache einer Makuladegeneration genannt. Es wurden Gene identifiziert, die an der Entstehung von Makuladegeneration ursächlich beteiligt sein sollen, das sogenannte Makula-Gen 1, das auch als CFH-Y402H bezeichnet wird. Inzwischen gibt es Einrichtungen, die auf Wunsch in Gentests nach dem Makula-Gen suchen. Ziel ist es, den einzelnen Menschen ein Erkrankungsrisiko an Makuladegeneration aufzuzeigen, wobei diese Abschätzungen auch bei Fachleuten als nicht sicher gelten. Die Anbieter der Gentests weisen darauf hin, dass der Nachweis des Makula-Gens nicht zwangsläufig die Ursache einer Erkrankung an Makuladegeneration sein muß. Experten für Humangenetik und Ethik der Universität des Saarlandes sehen sogar Gefahren: "Die Berechnungen finden ohne individuelle medizinische Grundlage statt und können deshalb nicht funktionieren." Nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Epigenetik, sind Gene nicht starr und unveränderlich, sondern hochflexibel und hängen mit ihren Funktionen stark von äußeren Faktoren und Lebensumständen ab." Die Gene stellen demnach als Ursache für den Erwerb einer Makuladegeneration kein unausweichliches Schicksal dar, vielmehr ist der Mensch in der Lage, das Erkrankungsrisiko selbst zu beeinflussen.

Ursache 2 für Makuladegeneration

Höheres Lebensalter ist nach Meinung der Experten eine mitverantwortliche Ursache für das Auftreten einer Makuladegeneration. Durch den demografischen Wandel unserer Gesellschaft, steigt die Zahl der von Makuladegeneration Betroffenen stetig an. Die UN schätzt, dass weltweit zwischen 20 und 25 Millionen Menschen an AMD leiden. Aufgrund der heutigen Lebenserwartung sei davon auszugehen, dass sich diese Zahl innerhalb der nächsten 30 bis 40 Jahre verdreifache.

Im Bezug auf das Erkrankungsalter findet man sehr unterschiedliche Angaben in der Literatur. Demnach tritt eine Makuladegeneration in der Regel nach dem 55. Lebensjahr gehäuft auf. Bei den über 70 Jährigen sind etwa 20 bis 30 Prozent von der Makuladegeneration betroffen.

Ursache 3 für Makuladegeneration

Vorerkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose (Arterienverkalkung), Bluthochdruck und Diabetes stellen aus Sicht der Fachwelt Risikofaktoren dar, da diese auch die kleinen Gefäße im Auge betreffen können. Folge ist eine Mangelversorgung an Nährstoffen und Sauerstoff. Da die Funktionen der Netzhaut sehr stark von Sauerstoff und Nährstoffen abhängen, führt eine Minderversorgung als Ursache häufig rasch zu Defekten. Hier ist grundsätzlich nicht von "Ursache" die Rede, sondern von Risikofaktoren. Offen bleibt die Frage, warum das so ist. Wenn Arteriosklerose das Risiko, eine Makuladegeneration zu erwerben vergrößern kann, dann kann diese auch als Ursache in Frage kommen.

Ursache 4 für Makuladegeneration

Vorangegangene Operationen, Verletzungen und andere Traumata können sowohl sofort, als auch schleichend die Augen beeinträchtigen und somit Ursachen von Makuladegeneration sein.

So geht aus einer Veröffentlichung des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hervor, dass beispielsweise ein Zusammenhang zwischen Kataraktoperationen (Operation des Grauen Stars) und dem anschließenden Auftreten einer Makuladegeneration ursächlich diskutiert wird.

Beim Grauen Star kommt es zur Eintrübung der Linse an einem oder beiden Augen. Die Linse dient der Brechung des Lichts und als Schutz für das Auge. Ein Experte der Münchener Augenklinik erklärt, dass wenn der Graue Star so weit fortgeschritten sei, dass die Augenlinse operativ entfernt werden müsse, so gehe dabei der natürliche Schutzfilter verloren. Netzhaut und Makula seien nun dem schädlichen Einfluss, insbesondere des Blauen Lichts, schutzlos ausgeliefert.

In der sogenannten Beaver Dam Eye-Studie kommen die Universitätskliniken von Madison und Sydney eindeutig zu dem Schluss, dass das Risiko, in einem Zeitraum von 5 Jahren eine klinisch relevante Makuladegeneration zu entwickeln, für Patienten, die sich einer Katarakt-Operation unterzogen haben, bis zu fünfmal höher sei, als für Mitbürger gleichen Alters, gleichen Geschlechts und gleicher Rauchgewohnheiten. Eine Katarakt-Operation kann in diesem Sinne als Risikofaktor oder als Ursache-Möglichkeit für die Entstehung einer Makuladegeneration angesehen werden.

Ursache 5 für Makuladegeneration

Oxidativer Stress gilt in Fachkreisen als Ursache für Erkrankungen des Auges, sowie als mögliche Ursache von Makuladegeneration. Unter oxidativem Stress versteht man eine Stoffwechsellage, die durch eine hohe Konzentration an freien Radikalen gekennzeichnet ist. Diese freien Radikale schädigen nachweislich die Zellstrukturen - auch die der Makula. Ursachen für oxidativen Stress sind: UV-Strahlung, physischer und psychischer Stress, einseitige Ernährung, fettreiches Essen (Fette oxidieren besonders leicht), Alkohol, Umweltgifte, unerkannte Krankheiten, "Blitz-Diäten" und insbesondere das Rauchen.

Experten des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) warnen ausdrücklich: "Vielen Menschen, die rauchen, ist nicht bewusst, dass die ihnen liebgewordene Gewohnheit ihr Sehvermögen gefährdet. Nikotin ist Gift für die Augen, und zwar ein sehr gefährliches." So gilt das Rauchen in der Fachwelt als hoher Risikofaktor und somit als Ursache für eine Makuladegeneration, da der Konsum von Zigaretten langfristig das Gewebe angreifen könne. Zudem sei bei Rauchern sehr häufig ein Ungleichgewicht im Vitaminhaushalt zu finden.

Ursache 6 für Makuladegeneration

Studien sagen zudem, dass die Ernährung eine bedeutende Rolle im Sinne eines Risikofaktors oder als Ursache bei der Entstehung der Makuladegeneration spielen soll. Der Mangel an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen könne Erkrankungen am Auge, insbesondere eine Makuladegeneration ursächlich begünstigen. Ein Experte des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) sagt hierzu: "Eine gesunde Ernährung schützt nachweislich vor AMD. Die in Obst und Gemüse enthaltenen Pigmentstoffe wirken sich positiv auf die zentrale Netzhaut auf und verringern so die Anfälligkeit für eine AMD-Erkrankung."

Ursache 7 für Makuladegeneration

Experten der Freien Universität Berlin weisen zudem darauf hin, dass ausreichendes Trinken die Sehkraft stärken soll. Einige Spezialisten sind der Auffassung, Flüssigkeitsmangel begünstige Erkrankungen am Auge, denn durch ein Defizit von Wasser im Körper, nähmen die Fließeigenschaften des Blutes ab. Dadurch nähme auch die eventuell ohnehin schon eingeschränkte Durchblutung ab, was sich negativ auf die Netzhaut und das umliegende Gewebe auswirken könne. Anhaltender Flüssigkeitsmangel kann die Funktionen der Makula verschlechtern. Anhaltende Funktionsminderungen können Ursache von Makuladegeneration sein.

Wie entsteht eine Makuladegeneration?

Die Netzhaut, auch Retina genannt, entsteht embryologisch aus einer Ausstülpung des Zwischenhirns. Ursprünglich von zwei Schichten des Gehirns ausgehend, entwickelt sich die Netzhaut zu einer ähnlich strukturierten Schichtung, wie die Hirnrinde und lässt sich in 10 Schichten einteilen. Zusammengefasst ist die Retina ein 0,20 mm dickes Nervengewebe und bildet die innerste Schicht des Auges. Ihre Funktion ist die Umwandlung von Lichtreizen in elektrische Impulse und deren Weiterleitung ins Gehirn. Im Zentrum der Netzhaut liegt die Makula, die über die höchste Auflösung und damit auch über die höchste Sehschärfe verfügt. So komplex wie der Aufbau der Netzhaut ist, so komplex ist auch die Entstehung der Makuladegeneration. Die Wissenschaft diskutiert verschiedene Pathomechanismen zur Entstehung der Makuladegeneration.

Grundsätzlich werden zwei verschiedene Verlaufsformen der altersabhängigen Makuladegeneration unterschieden: Die trockene Makuladegeneration, die etwa 80 % der Fälle ausmacht und die feuchte Makuladegeneration, von der etwa 20 % der Patienten betroffen sind. Die feuchte Form der Makuladegeneration geht in den meisten Fällen aus der trockenen Makuladegeneration hervor.

Im Frühstadium bilden sich am Augenhintergrund grundsätzlich so genannte Drusen. Dies sind Ablagerungen von Stoffwechselendprodukten. Bei der trockenen Makuladegeneration sind die Drusen überwiegend hart. Sie bestehen gewebsmäßig betrachtet aus Lipidstrukturen - also aus bestimmten Fetten, vor allem aus Phospholipiden. Die harten Drusen kündigen in vielen Fällen eine Makuladegeneration an. Nicht in allen Fällen, in denen Drusen vorliegen, entsteht zwangsläufig eine Makuladegeneration. Typische Symptome der trockenen Makuladegeneration sind abnehmende Sehkraft trotz vollkorrigierender Brille, sowie eingeschränkte Lesefähigkeit. Während sich die Krankheit entwickelt, nimmt die Sehschärfe bei der trockenen Makuladegeneration zwar langsam aber stetig ab. Da viele Pateinten bei den Symptomen keinen sofortigen Handlungsbedarf sehen, bzw. keine Symptome bemerken (wenn das bessere Auge das Sehen übernimmt), bleibt die Makuladegeneration oft lange unbemerkt. Häufig ist sie ein unerwarteter Zufallsbefund beim Augenarzt oder sie wird erst dann festgestellt, wenn es zu einer feuchten Makuladegeneration kommt, die sich in drastischeren Symptomen äußert.

Im Gegensatz zur trockenen Makuladegeneration verläuft die feuchte Makuladegeneration meist sehr viel schneller. Hier führt die Fehlfunktion der Netzhaut zu einer Stauung von Flüssigkeit bzw. Bildung eines Ödems. Fast immer kommen weiche Drusen vor, die aus Neutralfetten bestehen. Bei feuchter Makuladegeneration sprießen kleine neue Gefäße unter die Netzhaut des Auges. Dieser, an anderer Stelle sehr hilfreiche Schutzmechanismus des Körpers, hat an der Netzhaut dramatische Folgen, denn die neuen Gefäße sind porös, undicht und können ein Ödem oder auch eine Blutung verursachen. Als Folge kommt es zum rapiden Untergang der Netzhautzellen. Wichtigstes Anzeichen der feuchten Makuladegeneration ist, dass gerade Linien verbogen erscheinen.

Die Forschungsarbeiten verschiedener wissenschaftlicher Einrichtungen befassen sich mit der Frage, welche biochemischen Prozesse zum Krankheitsbild der Makuladegeneration führen können und fokussieren sich dabei verstärkt auf den Stoffwechsel der Netzhaut. Ein diskutierter Entstehungsmechanismus der Makuladegeneration sind dabei die bereits genannten Drusen im oder am Pigmentepithel, von denen es mehrere Varianten gibt. Die verschiedenen Arten von Drusen können zeitgleich auftreten. Das Auftreten von weichen Drusen mit oder ohne Pigmentverschiebungen charakterisiert definitionsgemäß das Krankheitsbild der Makuladegeneration. Harten Drusen wird derzeit von Fachleuten weniger Krankheitswert beigemessen. Eine in den 90er Jahren großangelegte, multizentrische Studie namens Age-Related Eye Disease Study (AREDS), untersuchte die Anzahl von Drusen und auch deren Gesamtflächeninhalt pro Auge als klinisch signifikanten Risikofaktor für die Entwicklung einer Makuladegeneration. Über das exakte Risikopotential gehen die Schätzungen jedoch auseinander. Falls Drusen auf der Netzhaut vorliegen, schätzen Studien das Risiko, innerhalb der nächsten 5 Jahre eine feuchte Makuladegeneration zu entwickeln, auf 0,2% bis 40%. Diese unterschiedlichen Prozentwerte erklären sich durch die verschiedenen Arten von Drusen, die jedoch kaum erforscht sind. Nach derzeitiger Auffassung sind Lipide die Hauptbestandteile der Drusen, vor allem Cholesterin, welches von Fachleuten für das gelbliche Aussehen von Drusen verantwortlich gemacht wird. Zudem finden sich in Drusen Kohlehydrate, Zink sowie extrazelluläre Matrixbestandteile. Bis heute konnten 129 verschiedene Proteine im Inneren der Drusen identifiziert werden, von denen der Großteil im Zusammenhang mit Entzündungen oder immun-assoziierten Prozessen bei Makuladegeneration steht. Zudem finden sich in Drusen auch diverse Zellbestandteile, wie Lipofuszin und Melanin, aber auch vollständige dendritische Zellen lassen sich nachweisen. Zum Teil werden diese auch als "Zellmüll" beschrieben.

Die stoffwechselaktive Netzhaut hat die Eigenschaft, ihre Zellen ständig zu erneuern. Doch dabei fallen die genannten Endprodukte an, die entsorgt werden müssen. Mit zunehmendem Alter nimmt sowohl die Fähigkeit der Strukturen sich zu erneuern, als auch die Kapazität für die Entsorgung von Zellresten ab. Was bleibt, ist ein Rest aus Abfallprodukten - unter anderem das so genannte Lipofuszin. Lipofuszin besitzt toxische Bestandteile und kann auf Dauer die lichtempfindlichen Sinneszellen schädigen und zu einer Makuladegeneration führen. Aus welchen Bestandteilen sich Lipofuszin im Einzelnen zusammensetzt, ist bislang nicht bekannt. Forschern des Universitätsklinikum Heidelberg gelang es inzwischen, einzelne Proteinbestandteile von Lipofuszin zu identifizieren. Dies sei nach Ansicht der Experten ein wichtiger Schritt in der Ursachenforschung der Makuladegeneration.

Maßgeblich an der Ausprägung einer feuchten Makuladegeneration beteiligt, ist nach Meinung von Experten das Aussenden von VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) durch die Netzhautzellen. VEGF sind Wachstumsfaktoren, die bei Erwachsenen in fast allen vaskulären Gewebearten gefunden werden. Es wird vermutet, dass es für die Gefäßneubildung verantwortlich ist. Bei der Makuladegeneration sendet die Netzhaut VEGF als Signalstoff aus, da es ihr an Sauerstoff und Nährstoffen fehlt. Daraufhin werden neue Blutgefäße gebildet Die Konsequenz ist leider verheerend: Die neugebildeten Gefäße verdrängen intaktes Gewebe durch Pseudomembranbildung und sind zudem von schwacher Struktur, was oftmals zu Blutungen führt. Es entsteht eine feuchte Makuladegeneration. Je nach der Struktur des Lecks in den Blutgefäßen, wird die Makuladegeneration als "klassisch" oder "okkult" eingestuft. Bei der klassischen feuchten Makuladegeneration sind die betroffenen Blutgefäße deutlich zu erkennen. Bei der okkulten Form ist es nicht möglich, die leckenden Gefäße zu lokalisieren. Oft leiden Patienten unter einer Kombination von okkulter und klassischer Form von Makuladegeneration, wobei teilweise die undichten Stellen erkennbar sind, während andere Stellen verborgen bleiben.

Derzeit befassen sich Wissenschaftler mit der Frage, welche mögliche Rolle der Glaskörper als Co-Faktor bei der Pathogenese der Makuladegeneration spielt. Der Glaskörper gibt dem Auge seine Form und füllt es aus. Er setzt sich aus einer gelartigen, durchsichtigen Substanz zusammen, die zu 98 % aus Wasser besteht. Der Glaskörper liegt zwischen Linse und Netzhaut. Berühren sich Glaskörper und Makula spricht man von vitreoretinaler Adhärenz. Durch den Kontakt von Makula und Glaskörper kann es zur Schädigung von Makulazellen kommen. Ob eine vom Therapeuten induzierte Abhebung des Glaskörpers positiven Einfluss auf die Makuladegeneration haben könnte, muss noch erforscht werden. Allen Pathomechansimen scheint gemeinsam zu sein, dass der Stoffwechsel den Bedürfnissen der zentralen Sehzellen nicht mehr genügt.

Welche Symptome hat eine Makuladegeneration?

Der Ort des schärfsten Sehens ist die Makula. Während der Rest der Netzhaut durch eine niedrigere Auflösung nur der Orientierung dient, erkennt man Details mit der zentral gelegenen, hochauflösenden Makula. Typisches Symptom einer Makuladegeneration ist die Visusminderung (Verminderung der Sehschärfe). Die Sehschärfe, auch Sehstärke oder medizinisch Visus genannt, ist das Ausmaß der Fähigkeit des Menschen, mit seinem Sehorgan Muster und Konturen in der Außenwelt als solche wahrzunehmen. In Deutschland wird der Visus in der Regel mit Hilfe von projizierten Sehzeichen definierter Größe, Helligkeit, Form und Kontrasten bestimmt. Der normale Visus ist altersabhängig und liegt durchschnittlich bei ca. 1,0 bis 1,1, umgangssprachlicher ausgedrückt zwischen 100 und 110 %. Mit einer Sehschärfe von weniger als 0,02 (2 %), trotz optimaler Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektur auf dem besseren Auge, gilt eine Person im Sinne des Sozialgesetzbuches in Deutschland als blind. Eine Visusminderung, wie sie bei Patienten mit Makuladegeneration vorkommt, führt zu eingeschränkter Lesefähigkeit, vermindertem Sehvermögen, verschwommenem Sehen und auch zu Problemen beim Sehen entfernter Gegenstände, wie z.B. Verkehrsschildern. Buchstaben oder Gegenstände sind "plötzlich weg und wieder da". Im Anfangsstadium einer Makuladegeneration ist die Sehschärfe in der Regel noch sehr gut erhalten, doch früher oder später kommt es zur mehr oder weniger ausgeprägten Visusminderung. Besteht ausschließlich eine Makuladegeneration, so wird diese auch im Spätstadium in der Regel nicht zur völligen Erblindung führen, sofern die anderen Netzhautbereiche noch funktionieren. Die meisten Patienten mit Makuladegeneration finden sich auch bei fortgeschrittener Erkrankung gerade noch in ihrer Umgebung zurecht, verlieren aber die Lesefähigkeit und Fahrtüchtigkeit und haben Schwierigkeiten beim Erkennen von Personen.

Ein weiteres Symptom der Makuladegeneration sind zentrale Gesichts­feld­aus­fäl­le (zentrales Skotom). Unter Skotom versteht man den Sen­si­bi­li­tätsverlust eines Teilbereiches des Gesichtsfeldes. Bei vollständigem Sensibilitätsverlust (Erblindung) für diesen Teilbereich spricht man von einem absoluten, bei nur teilweisem Sensibilitätsverlust von einem relativen Skotom. Zudem unterscheidet man zwischen zentralem und peripherem Skotom. Da die Makula im Zentrum liegt, kommt es bei Makuladegeneration zu zentralen Gesichtsfeldausfällen. Der von Makuladegeneration Betroffene bemerkt zentrale Gesichtsfeldausfälle beispielsweise durch das Sehen von einem oder mehreren Flecken, die morphologisch unterschiedlich erscheinen können. Zudem führt der zentrale Gesichtsfeldausfall bei Makuladegeneration dazu, dass der Patient z. B. sein Gegenüber sieht, jedoch das Gesicht nicht erkennen kann oder beim Ablesen der Uhrzeit nur die Umrisse der Uhr erkennt, jedoch nicht das Ziffernblatt. Das Objekt, das von einem Patienten mit Makuladegeneration gerade fixiert wird, ist also nicht zu erkennen. Da die Erkrankung in der Regel auf die Makula beschränkt ist, bleibt das periphere (äußere) Gesichtsfeld und somit die Orientierungsmöglichkeit der Betroffenen zumeist erhalten. Auch bei Dunkelheit sehen die Betroffenen in der Regel relativ gut, da die Stäbchen außerhalb der zentralen Netzhaut funktionstüchtig bleiben.

Viele Patienten mit Makuladegeneration leiden unter einer Erhöhung der Blendungs­em­pfind­lich­keit. Blendungsempfindlichkeit wird auch als Photophobie oder Lichtscheue bezeichnet. Der Begriff Blendung bezeichnet eine visuelle oder optische Störung, welche durch zu hohe Helligkeit ausgelöst wird und zur Überlastung des visuellen Systems führen kann. Patienten mit Makuladegeneration und anderen Augenerkrankungen reagieren auf Blendung oftmals sehr empfindlich. Die Ursachen der erhöhten Blendungsempfindlichkeit sind nicht geklärt. Es wird vermutet, dass bei erhöhter Blendungsempfindlichkeit, wie sie bei der Makuladegeneration vorkommen kann, ein Teil der Nervenzellen in einen Zustand erhöhter Erregbarkeit versetzt sind. Da kurzwelliges, sichtbares Licht besonders bei Personen mit einer Makuladegeneration die Netzhautzellen weiter schädigen kann, ist die erhöhte Blendungsempfindlichkeit ein sinnvolles Warnsignal des Körpers. Gelangt viel Licht an die Rezeptoren der Netzhaut, so zerfallen viele Sehfarbstoffmoleküle, die als Stoffwechselendprodukt entsorgt werden müssen. Bei geringerem Licht übersteigt hingegen der Aufbau an neuen Zellen den Zerfall von Zellen, was zu einer verbesserten Regeneration führen kann. Patienten mit Makuladegeneration sollten daher immer auf geeigneten Lichtschutz achten. Da insbesondere der Blauanteil im sichtbaren Lichtbereich zu Blendungen führt, ist es für Patienten mit Makuladegeneration sinnvoll, auf Lichtschutzbrillen mit Blaufilter zu achten. Nicht selten wird eine Lichtempfindlichkeit zu Beginn der Makuladegeneration nicht genügend wahrgenommen, obwohl es ein hinweisendes Frühsymptom sein kann.

Bei Makuladegeneration kommt es sehr häufig zur Abnahme des Kontrastempfindens. Kontrast bezeichnet den Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen beim Sehen. Ist bei Patienten mit Makuladegeneration das Kontrastempfinden vermindert, nehmen diese Konturen schwächer wahr. Je kleiner das fixierte Objekt ist, desto schwieriger wird es für einen von Makuladegeneration Betroffenen mit vermindertem Kontrastempfinden, dieses wahrzunehmen. Vom Patienten wird eine Verminderung des Kontrastempfindens oft erst sehr spät oder gar nicht wahrgenommen. Auch durch Testverfahren ist das Kontrastempfinden des Patienten schwer festzustellen. Fachleute drücken den Wert des Kontrastempfindens als Kontrastschwellenwert aus. Mit dem Mesotest und dem Nyktotest kann das Kontrastsehen bei Dämmerung (mesopisches Sehen) gemessen werden. Ist die Kontrastempfindlichkeit eines Patienten vermindert, so muss umso mehr auf eine optimale Beleuchtung geachtet werden.

In vielen Fällen geht eine Makuladegeneration mit einer Abnahme des Farbensehens einher. Da sich die Sinneszellen für das Farbensehen (Zapfen) hauptsächlich im Bereich der Makula befinden, nehmen Patienten mit einer Makuladegeneration Farben manchmal verändert wahr. Im Frühstadium der Makuladegeneration können auch Farberscheinungen oder Farbverschiebungen wahrgenommen werden. Für den Patienten äußert sich dies beispielsweise als Farblichter oder in dem subjektiven Empfinden, dass alles blau, rot, grün u.s.w. sei. Im fortgeschrittenen Stadium, wenn die meisten Zapfen degeneriert sind, gibt es kaum eine oder gar keine Farbwahrnehmung mehr, findet man in der Literatur.

Ein weiteres Symptom der Makuladegeneration ist die Abnahme der Adaptationsfähigkeit. Als Adaptation bezeichnet man die Fähigkeit des Auges, sich veränderten Lichtverhältnissen anzupassen. Bei plötzlich verstärkter Beleuchtung wird in einem ersten Schritt die Weite der Iris (Regenbogenhaut) verändert, was eine schnelle Anpassung der Lichtmenge bewirkt, die in das Auge eintritt. Dieser Vorgang ist bei einer Makuladegeneration zumeist noch intakt. In einem zweiten Schritt ändern die lichtempfindlichen Photorezeptoren der Netzhaut unter Einfluss des Proteins Rhodopsin ihre Empfindlichkeit gegenüber Lichtreizen. Letzteres ist ein langsamerer Prozess, so dass es in der Regel 20 bis 45 Minuten dauert, bis das visuelle System vollständig an dunkle Lichtverhältnisse angepasst ist. Da bei einer Makuladegeneration die Photorezeptoren der Netzhaut beschädigt sein können, ist dieser Vorgang oft auch gestört. Für Patienten mit Makuladegeneration bedeutet die eingeschränkte Adaptationsfähigkeit, dass die Orientierung bei sich ändernden Lichtverhältnissen schwer fallen kann, was zu Beeinträchtigungen im Alltag führt.

Viele Patienten mit Makuladegeneration leiden zudem an asthenopischen Beschwerden. Asthenopische Beschwerden treten insbesondere bei visueller Belastung (z.B. beim Lesen, Arbeit am PC, TV schauen) auf. Sie äußern sich u.a. als Schweregefühl der Augenlider, rasche Ermüdbarkeit, Kopfschmerz, Augenrötung, Augenschmerzen und Tränen oder Trockenheit der Augen. Es kann auch zu Sehen von Doppelbildern kommen.

Ein typisches Symptom der feuchten Makuladegeneration ist, dass der Betroffene gerade Linien oder Kanten plötzlich verzerrt oder verbogen sieht. Dieses wellenförmige Sehen ist ein wichtiger Hinweis auf eine feuchte Makuladegeneration.

Die feuchte Makuladegeneration wird als "feucht" bezeichnet, da aus den neugebildeten Gefäßen Flüssigkeit, wie beispielsweise Blut austritt. Ob eine Makuladegeneration vorliegt und ob es sich um eine trockene oder feuchte Form handelt, lässt sich nur mithilfe spezieller Untersuchungsmethoden diagnostizieren. Vom Betroffenen wahrnehmbare Erscheinungen am Auge, wie etwa Trockenheit, Rötung, vermehrter Tränenfluss oder Verklebungen geben daher keinerlei Hinweise darauf, ob es sich um die feuchte oder die trockene Form der Makuladegeneration handelt.

Wie wird Makuladegeneration untersucht/diagnostiziert?

Treten im Alter bestimmte Symptome auf, wie beispielsweise verminderte Sehschärfe der Makula trotz richtiger Brillenkorrektur, zentrale Gesichtsfeldausfälle, sowie abnehmende Lesefähigkeit, so ist der Verdacht auf Makuladegeneration bereits gegeben und es besteht grundsätzlich Anlass für weitergehende Untersuchungen.

Als Vorsorgeuntersuchung oder bei Verdacht auf Makuladegeneration erfolgt in der Regel zunächst eine Opthalmoskopie. Die Ophthalmoskopie ist eine Untersuchung des Augenhintergundes, um die Netzhaut (Retina), die Aderhaut (Choroidea), den Sehnervenkopf (Papille) und die versorgenden Blutgefäße (Retinagefäße) zu beurteilen.

Mithilfe eines Ophthalmoskopes blickt der Spezialist durch die Pupille ins Augeninnere. Die Pupille muß hierfür grundsätzlich erweitert, und der Augenhintergrund mit einer Lichtquelle beleuchtet werden. Grundsätzlich gibt es zwei Techniken der Ophthalmoskopie: Die direkte Ophthalmoskopie zeigt nur einen kleinen Ausschnitt des Augenhintergrundes, diesen aber in starker, etwa 16-facher, Vergrößerung. Dagegen zeigt die indirekte Ophthalmoskopie einen größeren Ausschnitt, bzw. Überblick des Augenhintergrunds in geringerer Vergrößerung, die um das 1,5- bis 6-fache liegt. Im Gegensatz zur direkten Ophthalmoskopie, macht die indirekte Ophthalmoskopie eine stereoskopische (3D) Beurteilung möglich.

Speziell bei Patienten mit Makuladegeneration kann so beurteilt werden, ob Ablagerungen oder degenerative Veränderungen der Netzhaut beziehungsweise der Makula vorliegen.

Die Untersuchung ist am besten bei freier Sicht ins Auge durchführbar. Trübungen der Hornhaut, der Augenlinse oder des Glaskörpers, wie auch Einblutungen können den Einblick erschweren oder sogar unmöglich machen.

Um die Feinheiten der Netzhautstruktur möglichst exakt beurteilen zu können, wird die Pupille in der Regel mithilfe synthetischer Arzneistoffe, wie Atropin bzw. Hyoscyamin, Scopolamin, Tropicamid oder Cyclopentolat, erweitert. Hier kann es zu Nebenwirkungen kommen, über die wir später noch berichten werden.

Oft fühlen sich Patienten nach der Untersuchung geblendet, denn es findet ein direktes Hineinleuchten statt, wobei sich die Lichtquelle nahe am Auge befindet, und bei medikamentös erweiterter Pupille trifft mehr Licht ins Auge. Auch die Sehschärfe ist reduziert, solange die pupillenerweiternden Augentropfen noch wirken. Der Patient darf deshalb bis zum Eintritt der vollen Sehkraft kein Kraftfahrzeug lenken. Über Auswirkungen, die diese Untersuchung gerade auf den von Makuladegneration Betroffenen haben kann, und wie man diese möglichst vermeiden kann, werden wir ebenfalls später berichten.

Eine weitere Möglichkeit zur Diagnose der Makuladegeneration bietet die Fluoreszenzangiographie - kurz FAG.

Der gesamte Untersuchungsablauf gliedert sich in mehrere Phasen: Im ersten Schritt wird die Netzhaut bei normaler Beleuchtung fotografiert (Farbaufnahme). Danach erfolgt eine Aufnahme mit rotfreiem Licht mittels grünem Filterglas, wodurch sich der Kontrast der Blutgefäße zur umgebenden Netzhaut verbessert. Nach diesen vorbereitenden Aufnahmen beginnt die eigentliche Angiografiephase. Das Blitzlicht der Kamera beleuchtet die Netzhaut durch ein spezielles Filter mit Licht einer bestimmten Wellenlänge (blau, ca. 480nm). Das reflektierte Licht, dass in der Regel eine größere Wellenlänge besitzt (grün, ca. 510 - 530nm), muss einen zweiten Barriere-Filter passieren. Dadurch werden andere störende Wellenlängen als die des angeregten Leuchtmittels ausgeblendet. Jetzt erfolgt vor Injektion des Farbstoffs eine Fluoreszenzaufnahme, um sogenannte Eigenfluoreszenz-Phänomene darzustellen. Danach wird die Lösung intravenös injiziert und in festgelegten Zeitabständen erfolgen weitere Aufnahmen.

Bewertet werden unter anderem die Zeit zwischen Injektion und Sichtbarwerden des Farbstoffes in den Arterien der Netzhaut und die Verteilung im weiteren Zeitverlauf. Üblicherweise werden Aufnahmen der "arteriellen Phase" (nach etwa 20 Sekunden), der "venösen Phase" (nach etwa 1 Minute) und der "Spätphase" (nach 5 bis 15 Minuten) dokumentiert und beurteilt. Die Flüssigkeitsaustritte aus den Netzhautgefäßen, die durch die Störung der Blut-Retina-Schranke hervorgerufen werden, lassen sich mit der Fluoreszein-Angiographie darstellen und lokalisieren.

Gleichzeitig werden Fotos oder Videos der Netzhaut gemacht, um den Status und den Verlauf der Makuladegeneration zu dokumentieren. Auch für diese Untersuchung werden die Pupillen mittels Tropfen erweitert. Danach sollte für ein paar Tage direktes Sonnenlicht gemieden werden, da der Farbstoff auch in die Haut gelangt. Über hierbei bestehende mögliche Risiken und Nebenwirkungen recherchieren wir aktuell auch, und werden die Ergebnisse an dieser Stelle veröffentlichen.

Ergänzend zu Ophthalmoskopie und Fluoreszenzangiographie wird bei Makuladegeneration die Optische Kohärenztomografie, kurz OCT, angewandt. OCT ist ein (Laser-) Mikroskop und untersucht das menschliche Auge schonend im Mikrometerbereich. Das OCT gehört zu den bildgebenden Verfahren und funktioniert nach dem Prinzip der Ultraschalluntersuchung. Statt eines Ultraschallsignals wird die Reflektion eines infraroten Laserlichts von 830 nm mit kurzer Kohärenzlänge analysiert. Der Laserstrahl wird in einen Messstrahlengang und einen Referenzstrahlengang aufgeteilt. Das in der Netzhaut und Aderhaut reflektierte Licht gelangt gemeinsam mit dem im Referenzstrahlengang reflektierten Signal zu einem Detektor. Die so vom OCT gelieferten dynamischen Informationen erzeugen Netzhautschichtbilder in sehr hoher Qualität und Auflösung. Somit werden komplette Querschnittsansichten der Netzhautstruktur und reale Schnittbilder der Gewebestruktur ermöglicht, die über den Zustand der Netzhaut wichtige Aussagen liefern: Liegen Löcher, Verdickungen, Verdünnungen oder Wölbungen vor? Wie ist die strukturelle Beschaffenheit der Netzhaut?

Vor allem für die Begutachtung des Verlaufes von Gewebeveränderungen im Rahmen einer Makuladegeneration ist ein OCT daher ein hervorragendes Untersuchungsinstrument.

Und da die Makuladegeneration häufig mit Ablagerungen unterhalb der Netzhaut beginnt, die sich im OCT als Verdickung messen lässt, gilt die Optische Kohärenztomografie inzwischen als wichtiges Diagnoseverfahren bei Makuladegeneration.