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Patienten aus über 30 Ländern
Seit 20 Jahren

MAKULADEGENERATION

Spezial-Praxis
Heilpraktiker
+ Staatlich geprüfter Augenoptiker
und Augenoptikermeister HFAK
Untersuchungs-Termin: Tel 02 21 920 78 20

 

Treten im Alter bestimmte Symptome auf, wie beispielsweise verminderte Sehschärfe der Makula trotz richtiger Brillenkorrektur, zentrale Gesichtsfeldausfälle, sowie abnehmende Lesefähigkeit, so ist der Verdacht auf Makuladegeneration bereits gegeben und es besteht grundsätzlich Anlass für weitergehende Untersuchungen.

Als Vorsorgeuntersuchung oder bei Verdacht auf Makuladegeneration erfolgt in der Regel zunächst eine Opthalmoskopie. Die Ophthalmoskopie ist eine Untersuchung des Augenhintergundes, um die Netzhaut (Retina), die Aderhaut (Choroidea), den Sehnervenkopf (Papille) und die versorgenden Blutgefäße (Retinagefäße) zu beurteilen.

Mithilfe eines Ophthalmoskopes blickt der Spezialist durch die Pupille ins Augeninnere. Die Pupille muß hierfür grundsätzlich erweitert, und der Augenhintergrund mit einer Lichtquelle beleuchtet werden. Grundsätzlich gibt es zwei Techniken der Ophthalmoskopie: Die direkte Ophthalmoskopie zeigt nur einen kleinen Ausschnitt des Augenhintergrundes, diesen aber in starker, etwa 16-facher, Vergrößerung. Dagegen zeigt die indirekte Ophthalmoskopie einen größeren Ausschnitt, bzw. Überblick des Augenhintergrunds in geringerer Vergrößerung, die um das 1,5- bis 6-fache liegt. Im Gegensatz zur direkten Ophthalmoskopie, macht die indirekte Ophthalmoskopie eine stereoskopische (3D) Beurteilung möglich.

Speziell bei Patienten mit Makuladegeneration kann so beurteilt werden, ob Ablagerungen oder degenerative Veränderungen der Netzhaut beziehungsweise der Makula vorliegen.

Die Untersuchung ist am besten bei freier Sicht ins Auge durchführbar. Trübungen der Hornhaut, der Augenlinse oder des Glaskörpers, wie auch Einblutungen können den Einblick erschweren oder sogar unmöglich machen.

Um die Feinheiten der Netzhautstruktur möglichst exakt beurteilen zu können, wird die Pupille in der Regel mithilfe synthetischer Arzneistoffe, wie Atropin bzw. Hyoscyamin, Scopolamin, Tropicamid oder Cyclopentolat, erweitert. Hier kann es zu Nebenwirkungen kommen, über die wir später noch berichten werden.

Oft fühlen sich Patienten nach der Untersuchung geblendet, denn es findet ein direktes Hineinleuchten statt, wobei sich die Lichtquelle nahe am Auge befindet, und bei medikamentös erweiterter Pupille trifft mehr Licht ins Auge. Auch die Sehschärfe ist reduziert, solange die pupillenerweiternden Augentropfen noch wirken. Der Patient darf deshalb bis zum Eintritt der vollen Sehkraft kein Kraftfahrzeug lenken. Über Auswirkungen, die diese Untersuchung gerade auf den von Makuladegneration Betroffenen haben kann, und wie man diese möglichst vermeiden kann, werden wir ebenfalls später berichten.

Eine weitere Möglichkeit zur Diagnose der Makuladegeneration bietet die Fluoreszenzangiographie - kurz FAG.

Der gesamte Untersuchungsablauf gliedert sich in mehrere Phasen: Im ersten Schritt wird die Netzhaut bei normaler Beleuchtung fotografiert (Farbaufnahme). Danach erfolgt eine Aufnahme mit rotfreiem Licht mittels grünem Filterglas, wodurch sich der Kontrast der Blutgefäße zur umgebenden Netzhaut verbessert. Nach diesen vorbereitenden Aufnahmen beginnt die eigentliche Angiografiephase. Das Blitzlicht der Kamera beleuchtet die Netzhaut durch ein spezielles Filter mit Licht einer bestimmten Wellenlänge (blau, ca. 480nm). Das reflektierte Licht, dass in der Regel eine größere Wellenlänge besitzt (grün, ca. 510 - 530nm), muss einen zweiten Barriere-Filter passieren. Dadurch werden andere störende Wellenlängen als die des angeregten Leuchtmittels ausgeblendet. Jetzt erfolgt vor Injektion des Farbstoffs eine Fluoreszenzaufnahme, um sogenannte Eigenfluoreszenz-Phänomene darzustellen. Danach wird die Lösung intravenös injiziert und in festgelegten Zeitabständen erfolgen weitere Aufnahmen.

Bewertet werden unter anderem die Zeit zwischen Injektion und Sichtbarwerden des Farbstoffes in den Arterien der Netzhaut und die Verteilung im weiteren Zeitverlauf. Üblicherweise werden Aufnahmen der "arteriellen Phase" (nach etwa 20 Sekunden), der "venösen Phase" (nach etwa 1 Minute) und der "Spätphase" (nach 5 bis 15 Minuten) dokumentiert und beurteilt. Die Flüssigkeitsaustritte aus den Netzhautgefäßen, die durch die Störung der Blut-Retina-Schranke hervorgerufen werden, lassen sich mit der Fluoreszein-Angiographie darstellen und lokalisieren.

Gleichzeitig werden Fotos oder Videos der Netzhaut gemacht, um den Status und den Verlauf der Makuladegeneration zu dokumentieren. Auch für diese Untersuchung werden die Pupillen mittels Tropfen erweitert. Danach sollte für ein paar Tage direktes Sonnenlicht gemieden werden, da der Farbstoff auch in die Haut gelangt. Über hierbei bestehende mögliche Risiken und Nebenwirkungen recherchieren wir aktuell auch, und werden die Ergebnisse an dieser Stelle veröffentlichen.

Ergänzend zu Ophthalmoskopie und Fluoreszenzangiographie wird bei Makuladegeneration die Optische Kohärenztomografie, kurz OCT, angewandt. OCT ist ein (Laser-) Mikroskop und untersucht das menschliche Auge schonend im Mikrometerbereich. Das OCT gehört zu den bildgebenden Verfahren und funktioniert nach dem Prinzip der Ultraschalluntersuchung. Statt eines Ultraschallsignals wird die Reflektion eines infraroten Laserlichts von 830 nm mit kurzer Kohärenzlänge analysiert. Der Laserstrahl wird in einen Messstrahlengang und einen Referenzstrahlengang aufgeteilt. Das in der Netzhaut und Aderhaut reflektierte Licht gelangt gemeinsam mit dem im Referenzstrahlengang reflektierten Signal zu einem Detektor. Die so vom OCT gelieferten dynamischen Informationen erzeugen Netzhautschichtbilder in sehr hoher Qualität und Auflösung. Somit werden komplette Querschnittsansichten der Netzhautstruktur und reale Schnittbilder der Gewebestruktur ermöglicht, die über den Zustand der Netzhaut wichtige Aussagen liefern: Liegen Löcher, Verdickungen, Verdünnungen oder Wölbungen vor? Wie ist die strukturelle Beschaffenheit der Netzhaut?

Vor allem für die Begutachtung des Verlaufes von Gewebeveränderungen im Rahmen einer Makuladegeneration ist ein OCT daher ein hervorragendes Untersuchungsinstrument.

Und da die Makuladegeneration häufig mit Ablagerungen unterhalb der Netzhaut beginnt, die sich im OCT als Verdickung messen lässt, gilt die Optische Kohärenztomografie inzwischen als wichtiges Diagnoseverfahren bei Makuladegeneration.