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Patienten aus über 30 Ländern
Seit 20 Jahren

MAKULADEGENERATION

Spezial-Praxis
Heilpraktiker
+ Staatlich geprüfter Augenoptiker
und Augenoptikermeister HFAK
Untersuchungs-Termin: Tel 02 21 920 78 20

 

Der Ort des schärfsten Sehens ist die Makula. Während der Rest der Netzhaut durch eine niedrigere Auflösung nur der Orientierung dient, erkennt man Details mit der zentral gelegenen, hochauflösenden Makula. Typisches Symptom einer Makuladegeneration ist die Visusminderung (Verminderung der Sehschärfe). Die Sehschärfe, auch Sehstärke oder medizinisch Visus genannt, ist das Ausmaß der Fähigkeit des Menschen, mit seinem Sehorgan Muster und Konturen in der Außenwelt als solche wahrzunehmen. In Deutschland wird der Visus in der Regel mit Hilfe von projizierten Sehzeichen definierter Größe, Helligkeit, Form und Kontrasten bestimmt. Der normale Visus ist altersabhängig und liegt durchschnittlich bei ca. 1,0 bis 1,1, umgangssprachlicher ausgedrückt zwischen 100 und 110 %. Mit einer Sehschärfe von weniger als 0,02 (2 %), trotz optimaler Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektur auf dem besseren Auge, gilt eine Person im Sinne des Sozialgesetzbuches in Deutschland als blind. Eine Visusminderung, wie sie bei Patienten mit Makuladegeneration vorkommt, führt zu eingeschränkter Lesefähigkeit, vermindertem Sehvermögen, verschwommenem Sehen und auch zu Problemen beim Sehen entfernter Gegenstände, wie z.B. Verkehrsschildern. Buchstaben oder Gegenstände sind "plötzlich weg und wieder da". Im Anfangsstadium einer Makuladegeneration ist die Sehschärfe in der Regel noch sehr gut erhalten, doch früher oder später kommt es zur mehr oder weniger ausgeprägten Visusminderung. Besteht ausschließlich eine Makuladegeneration, so wird diese auch im Spätstadium in der Regel nicht zur völligen Erblindung führen, sofern die anderen Netzhautbereiche noch funktionieren. Die meisten Patienten mit Makuladegeneration finden sich auch bei fortgeschrittener Erkrankung gerade noch in ihrer Umgebung zurecht, verlieren aber die Lesefähigkeit und Fahrtüchtigkeit und haben Schwierigkeiten beim Erkennen von Personen.

Ein weiteres Symptom der Makuladegeneration sind zentrale Gesichts­feld­aus­fäl­le (zentrales Skotom). Unter Skotom versteht man den Sen­si­bi­li­tätsverlust eines Teilbereiches des Gesichtsfeldes. Bei vollständigem Sensibilitätsverlust (Erblindung) für diesen Teilbereich spricht man von einem absoluten, bei nur teilweisem Sensibilitätsverlust von einem relativen Skotom. Zudem unterscheidet man zwischen zentralem und peripherem Skotom. Da die Makula im Zentrum liegt, kommt es bei Makuladegeneration zu zentralen Gesichtsfeldausfällen. Der von Makuladegeneration Betroffene bemerkt zentrale Gesichtsfeldausfälle beispielsweise durch das Sehen von einem oder mehreren Flecken, die morphologisch unterschiedlich erscheinen können. Zudem führt der zentrale Gesichtsfeldausfall bei Makuladegeneration dazu, dass der Patient z. B. sein Gegenüber sieht, jedoch das Gesicht nicht erkennen kann oder beim Ablesen der Uhrzeit nur die Umrisse der Uhr erkennt, jedoch nicht das Ziffernblatt. Das Objekt, das von einem Patienten mit Makuladegeneration gerade fixiert wird, ist also nicht zu erkennen. Da die Erkrankung in der Regel auf die Makula beschränkt ist, bleibt das periphere (äußere) Gesichtsfeld und somit die Orientierungsmöglichkeit der Betroffenen zumeist erhalten. Auch bei Dunkelheit sehen die Betroffenen in der Regel relativ gut, da die Stäbchen außerhalb der zentralen Netzhaut funktionstüchtig bleiben.

Viele Patienten mit Makuladegeneration leiden unter einer Erhöhung der Blendungs­em­pfind­lich­keit. Blendungsempfindlichkeit wird auch als Photophobie oder Lichtscheue bezeichnet. Der Begriff Blendung bezeichnet eine visuelle oder optische Störung, welche durch zu hohe Helligkeit ausgelöst wird und zur Überlastung des visuellen Systems führen kann. Patienten mit Makuladegeneration und anderen Augenerkrankungen reagieren auf Blendung oftmals sehr empfindlich. Die Ursachen der erhöhten Blendungsempfindlichkeit sind nicht geklärt. Es wird vermutet, dass bei erhöhter Blendungsempfindlichkeit, wie sie bei der Makuladegeneration vorkommen kann, ein Teil der Nervenzellen in einen Zustand erhöhter Erregbarkeit versetzt sind. Da kurzwelliges, sichtbares Licht besonders bei Personen mit einer Makuladegeneration die Netzhautzellen weiter schädigen kann, ist die erhöhte Blendungsempfindlichkeit ein sinnvolles Warnsignal des Körpers. Gelangt viel Licht an die Rezeptoren der Netzhaut, so zerfallen viele Sehfarbstoffmoleküle, die als Stoffwechselendprodukt entsorgt werden müssen. Bei geringerem Licht übersteigt hingegen der Aufbau an neuen Zellen den Zerfall von Zellen, was zu einer verbesserten Regeneration führen kann. Patienten mit Makuladegeneration sollten daher immer auf geeigneten Lichtschutz achten. Da insbesondere der Blauanteil im sichtbaren Lichtbereich zu Blendungen führt, ist es für Patienten mit Makuladegeneration sinnvoll, auf Lichtschutzbrillen mit Blaufilter zu achten. Nicht selten wird eine Lichtempfindlichkeit zu Beginn der Makuladegeneration nicht genügend wahrgenommen, obwohl es ein hinweisendes Frühsymptom sein kann.

Bei Makuladegeneration kommt es sehr häufig zur Abnahme des Kontrastempfindens. Kontrast bezeichnet den Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen beim Sehen. Ist bei Patienten mit Makuladegeneration das Kontrastempfinden vermindert, nehmen diese Konturen schwächer wahr. Je kleiner das fixierte Objekt ist, desto schwieriger wird es für einen von Makuladegeneration Betroffenen mit vermindertem Kontrastempfinden, dieses wahrzunehmen. Vom Patienten wird eine Verminderung des Kontrastempfindens oft erst sehr spät oder gar nicht wahrgenommen. Auch durch Testverfahren ist das Kontrastempfinden des Patienten schwer festzustellen. Fachleute drücken den Wert des Kontrastempfindens als Kontrastschwellenwert aus. Mit dem Mesotest und dem Nyktotest kann das Kontrastsehen bei Dämmerung (mesopisches Sehen) gemessen werden. Ist die Kontrastempfindlichkeit eines Patienten vermindert, so muss umso mehr auf eine optimale Beleuchtung geachtet werden.

In vielen Fällen geht eine Makuladegeneration mit einer Abnahme des Farbensehens einher. Da sich die Sinneszellen für das Farbensehen (Zapfen) hauptsächlich im Bereich der Makula befinden, nehmen Patienten mit einer Makuladegeneration Farben manchmal verändert wahr. Im Frühstadium der Makuladegeneration können auch Farberscheinungen oder Farbverschiebungen wahrgenommen werden. Für den Patienten äußert sich dies beispielsweise als Farblichter oder in dem subjektiven Empfinden, dass alles blau, rot, grün u.s.w. sei. Im fortgeschrittenen Stadium, wenn die meisten Zapfen degeneriert sind, gibt es kaum eine oder gar keine Farbwahrnehmung mehr, findet man in der Literatur.

Ein weiteres Symptom der Makuladegeneration ist die Abnahme der Adaptationsfähigkeit. Als Adaptation bezeichnet man die Fähigkeit des Auges, sich veränderten Lichtverhältnissen anzupassen. Bei plötzlich verstärkter Beleuchtung wird in einem ersten Schritt die Weite der Iris (Regenbogenhaut) verändert, was eine schnelle Anpassung der Lichtmenge bewirkt, die in das Auge eintritt. Dieser Vorgang ist bei einer Makuladegeneration zumeist noch intakt. In einem zweiten Schritt ändern die lichtempfindlichen Photorezeptoren der Netzhaut unter Einfluss des Proteins Rhodopsin ihre Empfindlichkeit gegenüber Lichtreizen. Letzteres ist ein langsamerer Prozess, so dass es in der Regel 20 bis 45 Minuten dauert, bis das visuelle System vollständig an dunkle Lichtverhältnisse angepasst ist. Da bei einer Makuladegeneration die Photorezeptoren der Netzhaut beschädigt sein können, ist dieser Vorgang oft auch gestört. Für Patienten mit Makuladegeneration bedeutet die eingeschränkte Adaptationsfähigkeit, dass die Orientierung bei sich ändernden Lichtverhältnissen schwer fallen kann, was zu Beeinträchtigungen im Alltag führt.

Viele Patienten mit Makuladegeneration leiden zudem an asthenopischen Beschwerden. Asthenopische Beschwerden treten insbesondere bei visueller Belastung (z.B. beim Lesen, Arbeit am PC, TV schauen) auf. Sie äußern sich u.a. als Schweregefühl der Augenlider, rasche Ermüdbarkeit, Kopfschmerz, Augenrötung, Augenschmerzen und Tränen oder Trockenheit der Augen. Es kann auch zu Sehen von Doppelbildern kommen.

Ein typisches Symptom der feuchten Makuladegeneration ist, dass der Betroffene gerade Linien oder Kanten plötzlich verzerrt oder verbogen sieht. Dieses wellenförmige Sehen ist ein wichtiger Hinweis auf eine feuchte Makuladegeneration.

Die feuchte Makuladegeneration wird als "feucht" bezeichnet, da aus den neugebildeten Gefäßen Flüssigkeit, wie beispielsweise Blut austritt. Ob eine Makuladegeneration vorliegt und ob es sich um eine trockene oder feuchte Form handelt, lässt sich nur mithilfe spezieller Untersuchungsmethoden diagnostizieren. Vom Betroffenen wahrnehmbare Erscheinungen am Auge, wie etwa Trockenheit, Rötung, vermehrter Tränenfluss oder Verklebungen geben daher keinerlei Hinweise darauf, ob es sich um die feuchte oder die trockene Form der Makuladegeneration handelt.