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MAKULADEGENERATION

Spezial-Praxis
Heilpraktiker
+ Staatlich geprüfter Augenoptiker
und Augenoptikermeister HFAK
Untersuchungs-Termin: Tel 02 21 920 78 20

 

Die Ursachen, bzw. Auslöser einer Makuladegeneration sind in Fachkreisen nicht eindeutig geklärt. Es existieren mehrere unterschiedliche Auffassungen, bzw. Ansätze.

Querschnitt der Makula mit eine OCT
Darstellung der Makula im Querschnitt mit einem OCT

Es gibt nicht die eine allgemein anerkannte Ursache von Makuladegeneration. So, wie es beim Menschen grundsätzlich nicht nur eine einzige Ursache-Möglichkeit von Erkrankungen geben kann. Das Auge befindet sich innerhalb des Visuellen Systems, welches ein offenes System ist. Das heißt, es unterliegt verschiedensten äußeren und selbstverständlich auch inneren Einflüssen, wie beispielsweise dem Sonnenlicht, dem Stoffwechsel, der Genetik, der Ernährung, den individuellen Belastungen, aber auch psychischen Einflüssen, sowie einigen anderen Einflüssen, die alleine oder zusammen wirkend als Ursachen von Makuladegeneration in Frage kommen.

Alle diese Einflüsse haben alleine oder in Kombination das Potential die Ursache für die Entstehung einer Makuladegeneration zu sein.

Dennoch findet man in der Fachliteratur, und auch im Internet, meistens die Information, dass eine Funktionsminderung des sogenannten Pigmentepithels die Ursache von Makuladegeneration sei. Das Pigmentepithel ist eine dünne Schicht innerhalb der Netzhaut, deren Aufgabe es ist, Stoffwechsel-Endprodukte der Netzhaut zu entsorgen. Wenn diese Aufgabe nicht mehr hinreichend gut erfüllt werden kann, soll es dadurch zu Makuladegeneration kommen können. Regelmäßig findet man derartige Erklärungen unter der Überschrift "Ursachen von Makuladegeneration".

Auf die Frage jedoch, wie es im Vorfeld der Entstehung von Makuladegeneration überhaupt zu einer Funktionsminderung des Pigmentepithels kommen konnte, fanden wir keine Antwort. Hierbei könnte es sich um eine tiefere Ursache von Makuladegeneration handeln. Womöglich sogar um die eigentliche Ursache.

Verschiedenste Ursachen können die Gesundheit der Makula beeinträchtigen
Verschiedenste Ursachen können die Gesundheit der Makula beeinträchtigen

Trotz dieser offenen Frage berichten wir hier ausführlich über die verschiedensten als "Ursache" oder "Risikofaktoren" bezeichneten Argumente für die Entstehung einer Makuladegeneration. Die Kenntnisse darüber sind sicherlich interessant, wenn man ein möglichst komplettes Bild darüber erlangen will, was Makuladegeneration verursachen könnte, bzw. welche Auffassungen es darüber gibt. Und diese können Hinweise darauf geben, was bei der Behandlung von Makuladegeneration von Vorteil sein könnte.

Lesen Sie, was alles als Ursache einer Makuladegeneration in Betracht kommt, bzw. eine Erkrankung an Makuladegeneration begünstigen kann.

Individuelle Faktoren, wie beispielsweise eine genetische Disposition werden von der Fachwelt häufig als Ursache einer Makuladegeneration genannt. Es wurden Gene identifiziert, die an der Entstehung von Makuladegeneration ursächlich beteiligt sein sollen, das sogenannte Makula-Gen 1, das auch als CFH-Y402H bezeichnet wird. Inzwischen gibt es Einrichtungen, die auf Wunsch in Gentests nach dem Makula-Gen suchen. Ziel ist es, den einzelnen Menschen ein Erkrankungsrisiko an Makuladegeneration aufzuzeigen, wobei diese Abschätzungen auch bei Fachleuten als nicht sicher gelten. Die Anbieter der Gentests weisen darauf hin, dass der Nachweis des Makula-Gens nicht zwangsläufig die Ursache einer Erkrankung an Makuladegeneration sein muß. Experten für Humangenetik und Ethik der Universität des Saarlandes sehen sogar Gefahren: "Die Berechnungen finden ohne individuelle medizinische Grundlage statt und können deshalb nicht funktionieren." Nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Epigenetik, sind Gene nicht starr und unveränderlich, sondern hochflexibel und hängen mit ihren Funktionen stark von äußeren Faktoren und Lebensumständen ab." Die Gene stellen demnach als Ursache für den Erwerb einer Makuladegeneration kein unausweichliches Schicksal dar, vielmehr ist der Mensch in der Lage, das Erkrankungsrisiko selbst zu beeinflussen.

Höheres Lebensalter ist nach Meinung der Experten eine mitverantwortliche Ursache für das Auftreten einer Makuladegeneration. Durch den demografischen Wandel unserer Gesellschaft, steigt die Zahl der von Makuladegeneration Betroffenen stetig an. Die UN schätzt, dass weltweit zwischen 20 und 25 Millionen Menschen an AMD leiden. Aufgrund der heutigen Lebenserwartung sei davon auszugehen, dass sich diese Zahl innerhalb der nächsten 30 bis 40 Jahre verdreifache.

Im Bezug auf das Erkrankungsalter findet man sehr unterschiedliche Angaben in der Literatur. Demnach tritt eine Makuladegeneration in der Regel nach dem 55. Lebensjahr gehäuft auf. Bei den über 70 Jährigen sind etwa 20 bis 30 Prozent von der Makuladegeneration betroffen.

Vorerkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose (Arterienverkalkung), Bluthochdruck und Diabetes stellen aus Sicht der Fachwelt Risikofaktoren dar, da diese auch die kleinen Gefäße im Auge betreffen können. Folge ist eine Mangelversorgung an Nährstoffen und Sauerstoff. Da die Funktionen der Netzhaut sehr stark von Sauerstoff und Nährstoffen abhängen, führt eine Minderversorgung als Ursache häufig rasch zu Defekten. Hier ist grundsätzlich nicht von "Ursache" die Rede, sondern von Risikofaktoren. Offen bleibt die Frage, warum das so ist. Wenn Arteriosklerose das Risiko, eine Makuladegeneration zu erwerben vergrößern kann, dann kann diese auch als Ursache in Frage kommen.

Vorangegangene Operationen, Verletzungen und andere Traumata können sowohl sofort, als auch schleichend die Augen beeinträchtigen und somit Ursachen von Makuladegeneration sein.

So geht aus einer Veröffentlichung des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hervor, dass beispielsweise ein Zusammenhang zwischen Kataraktoperationen (Operation des Grauen Stars) und dem anschließenden Auftreten einer Makuladegeneration ursächlich diskutiert wird.

Beim Grauen Star kommt es zur Eintrübung der Linse an einem oder beiden Augen. Die Linse dient der Brechung des Lichts und als Schutz für das Auge. Ein Experte der Münchener Augenklinik erklärt, dass wenn der Graue Star so weit fortgeschritten sei, dass die Augenlinse operativ entfernt werden müsse, so gehe dabei der natürliche Schutzfilter verloren. Netzhaut und Makula seien nun dem schädlichen Einfluss, insbesondere des Blauen Lichts, schutzlos ausgeliefert.

In der sogenannten Beaver Dam Eye-Studie kommen die Universitätskliniken von Madison und Sydney eindeutig zu dem Schluss, dass das Risiko, in einem Zeitraum von 5 Jahren eine klinisch relevante Makuladegeneration zu entwickeln, für Patienten, die sich einer Katarakt-Operation unterzogen haben, bis zu fünfmal höher sei, als für Mitbürger gleichen Alters, gleichen Geschlechts und gleicher Rauchgewohnheiten. Eine Katarakt-Operation kann in diesem Sinne als Risikofaktor oder als Ursache-Möglichkeit für die Entstehung einer Makuladegeneration angesehen werden.

Oxidativer Stress gilt in Fachkreisen als Ursache für Erkrankungen des Auges, sowie als mögliche Ursache von Makuladegeneration. Unter oxidativem Stress versteht man eine Stoffwechsellage, die durch eine hohe Konzentration an freien Radikalen gekennzeichnet ist. Diese freien Radikale schädigen nachweislich die Zellstrukturen - auch die der Makula. Ursachen für oxidativen Stress sind: UV-Strahlung, physischer und psychischer Stress, einseitige Ernährung, fettreiches Essen (Fette oxidieren besonders leicht), Alkohol, Umweltgifte, unerkannte Krankheiten, "Blitz-Diäten" und insbesondere das Rauchen.

Experten des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) warnen ausdrücklich: "Vielen Menschen, die rauchen, ist nicht bewusst, dass die ihnen liebgewordene Gewohnheit ihr Sehvermögen gefährdet. Nikotin ist Gift für die Augen, und zwar ein sehr gefährliches." So gilt das Rauchen in der Fachwelt als hoher Risikofaktor und somit als Ursache für eine Makuladegeneration, da der Konsum von Zigaretten langfristig das Gewebe angreifen könne. Zudem sei bei Rauchern sehr häufig ein Ungleichgewicht im Vitaminhaushalt zu finden.

Studien sagen zudem, dass die Ernährung eine bedeutende Rolle im Sinne eines Risikofaktors oder als Ursache bei der Entstehung der Makuladegeneration spielen soll. Der Mangel an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen könne Erkrankungen am Auge, insbesondere eine Makuladegeneration ursächlich begünstigen. Ein Experte des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) sagt hierzu: "Eine gesunde Ernährung schützt nachweislich vor AMD. Die in Obst und Gemüse enthaltenen Pigmentstoffe wirken sich positiv auf die zentrale Netzhaut auf und verringern so die Anfälligkeit für eine AMD-Erkrankung."

Experten der Freien Universität Berlin weisen zudem darauf hin, dass ausreichendes Trinken die Sehkraft stärken soll. Einige Spezialisten sind der Auffassung, Flüssigkeitsmangel begünstige Erkrankungen am Auge, denn durch ein Defizit von Wasser im Körper, nähmen die Fließeigenschaften des Blutes ab. Dadurch nähme auch die eventuell ohnehin schon eingeschränkte Durchblutung ab, was sich negativ auf die Netzhaut und das umliegende Gewebe auswirken könne. Anhaltender Flüssigkeitsmangel kann die Funktionen der Makula verschlechtern. Anhaltende Funktionsminderungen können Ursache von Makuladegeneration sein.